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Kategorie: Nachrichten
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Und wieder fehlt ein halber Punkt

In dieser Saison bleiben uns nicht mehr viele Chancen, um im Mittelfeld der Tabelle zu bleiben.

Eine davon war in Brunsbüttel. Jochen und Roland fehlten uns allerdings (und Horst!, wie in der ganzen Saison). Arne sprang an Brett 7 ein und Thomas an Brett 8, was sich in beiden Fällen als sehr guter Ersatz herausstellte.

Sascha traf an Brett 1 auf David Wolter, der mit 1406 DWZ etwas überraschend dort platziert ist, aber seine Bilanz rechtfertigt das. Kalle traf an Brett 2 wieder auf Jakob Ploog und Jörg auf Axel Bittner. Alle drei hatten nach einer Stunde noch gute Karten und auch keine besorgten Mienen.

Von Brett 6 und 7 kamen die ersten Ergebnisse. Dominik hatte mit Schwarz gegen Michael Christ eine ausgeglichene Stellung nach italienischer Eröffnung erreicht. Im Endspiel einigten sie sich nach etwa hundert Turmschachs von Schwarz auf Remis. Arne hatte Hans Christian Ackermann überspielt. Wie im letzten Jahr war Arnes Material – und Stellungsvorteil nicht mehr auszugleichen. Wir gingen mit 1,5 Punkten in Führung.

Ich hatte allerdings (wieder) Schwierigkeiten mit meinem Gegner Hans Ulrich Jürgensen. Mit seinen 1800 DWZ durchschaute er meinen Plan. Ich verlor beide Läufer gegen seine Springer und musste mit seiner Dame vor der Nase „notrochieren“. Die Analyse ergab, dass der Fehler weit vorher passiert war und dann auch nur ein Remis möglich gewesen wäre, wenn ich wie die Engine spielte und das ist zuviel verlangt, finde ich.

Schön, dass Thomas danach wieder einen Punkt holte, wenn auch mit der Hilfe von Adam Trzcinski, der seine Chance im Endspiel mit einem falschen Damenzug verspielte. Ein spannender Endkampf mit finalen Angriffsmöglichkeiten auf beiden Seiten.

Patrick war zu diesem Zeitpunkt schon arg in Bedrängis geraten. Er hatte Manfred Eckhoffs Dame mit Schach auf seine Grundlinie gelassen. Die fesselte nun seinen Läufer an den König und auf der G-Linie drohte Schach durch einen Turm von g8. Da sein Gegner seine Chancen nicht konsequent nutzte, zog sich das Ende noch etwas hin, war aber unvermeidbar.

Bei Sascha gab es aber mehr als nur Hoffnung auf einen Ausgleich. Er hatte beide Türme und Springer in der gegnerischen Hälfte und taktierte Zug um Zug, um mit einem Schach etwas herauszugabeln. Lange deckte sein Gegner alle Angriffe ab und ein Abtausch hätte die Angriffsmacht zu Ungunsten Sascha reduziert. Also weiter nach Lösungen suchen. In der komplexen Stellung übersah sein Gegner dann eine Gabel, verlor einen Läufer und gab auf. Auch sehr spannend!

Inzwischen hatte auch Jörg eine Figur eingebüßt, worüber sich sein Gegner diebisch freute. Er gab noch nicht auf, konnte aber am Schluss mit seinem König drei zusammenhängende Bauern nicht aufhalten. Ähnlich erging es Kalle. Auch er war eine Figur im Nachteil und sah sich ohne Deckung drei Angreifern von Jakob Ploog gegenüber. Zwischenschachs zögerten das Ende der Partie noch etwas hinaus. 3,5:4,5.

In drei Wochen treffen wir auf die starken Wilsteraner. Das wird ein Gemetzel 😉

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