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Kategorie: Nachrichten
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Was so ein halber Punkt doch für einen Unterschied macht

Wieder ohne unsere stärksten beiden Spieler, aber wenigstens mit Roland an Brett 1 standen wir den Elmshornern gegenüber.

Mit etwa 100 DWZ-Punkten weniger, aber mit einem Punkt Vorsprung, da Henning Wittern es nicht rechtzeitig schaffte (die Bahn!) und Rainer entlastet war. Einige Witzeleien zu Beginn deuteten auf einen entspannten Schachabend hin.

Roland schaffte ein Remis gegen Tilo von Koschitzky, was für noch mehr Zuversicht sorgte. Auch Ulfs Gesichtsausdruck, sah lange Zeit zufrieden aus.

Ich hatte mit Arnim Schwittay einen starken Gegner, der mein Gambit abgelehnt hatte, dann aber sehr lange überlegte, was ich mit den beiden Springern auf e4 und f4 wohl anfangen könnte. Ich wertete das auch erstmal positiv.

Der erste Dämpfer kam von Jörg, der dazu neigt, in Gemurmel über seine misslungenen Züge zu verfallen. Die Folge waren weitere innere Anklagen und Enttäuschung über sein Spiel und dann die Aufgabe. Gunther Sosna war wohl zu keiner Zeit beunruhigt, wie ich beobachtete.

Bei Kalle sah es besser aus. Er versuchte es angriffslustig gegen Wolfgang Kuhlmann. Zuerst ein Opfer, dann zurückholen, was man gegeben hat und noch einen Bonus obendrauf. Dann noch einen Bauern und die gegnerische Dame vor die Wahl gestellt, ob sie selbst oder ein Läufer das Zeitige segnen wollte. Stark gespielt von Kalle! Wolfgang Kuhlmann reichte es, es war, wie ich später hörte, einer dieser Tage, die man nicht braucht. Ich hoffe, ein zusätzlich verlorenes Schlüsselbund hat sich wieder angefunden.

Ulfs Zuversicht-Gesichtsausdruck war aber nun umgeschwenkt auf Untergang. Nicht lange danach gab er auf. Kian Landmann hatte ihn wohl überlistet.

So ähnlich ging auch ich unter, nur dass ich mich selbst überlistet hatte. Einem Springeropfer und anschließendem Schach meiner Dame auf h5 wich mein Gegner einfach aus. Es verpuffte und der Abtausch weiterer Figuren endete mit meiner Niederlage. Souverän gespielt von Arnim Schwittay.

Patrick holte gegen seinen auf Augenhöhe spielenden jungen Gegner Kasimir Schiller ein Remis heraus. Genauso wie Thomas gegen Helmut Heine, die ein angenommenes Damengambit in ein ruhiges Spiel mit Figurenabtausch überleiteten. Im Endspiel mit jeweils 2 Türmen und ungleichfarbigen Läufern war es ausgeglichen. Ein Remisangebot wurde einmal abgeleht, dann aber  angenommen.

Nun müssen wir gegen Brunsbüttel punkten, um nicht in der Tabelle nach unten durchgereicht zu werden.

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