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Kategorie: Nachrichten
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Die ‚Zwote‘ erkämpft nach spannendem Verlauf einen wichtigen Punkt in Brunsbüttel

In der Vorsaison konnten wir in Brunsbüttel knapp mit 4,5:3,5 gewinnen - diesmal war es fraglich, ob wir überhaupt 8 Leute zusammenkriegen würden …

Aus der letzten Begegnung in der Schleusenstadt waren Alexey, Kalle, Stefan und ich dabei. Dazu kamen Jochen (heute direkt aus Niebüll), Alexej, Pit und Peter Heinrich (nicht der, gegen den Hans-Ulrich Jürgensen in seiner Jugend in Kiel gespielt hatte). Also mal wieder eine ganz neue Aufstellung unserer ‚Zwoten‘, die aber Erfolg bringen sollte:

Ganz eilig hatte es Pits Gegner Adam Trzcinski an Brett 5. Möglicherweise hatte er noch etwas vor - oder wollte er die Tagesschau sehen? Remis nach Zugwiederholung um kurz vor 20 Uhr. Vielleicht wurde hier der siegbringende halbe Punkt liegengelassen …

Bei mir kam nach fast zwei Stunden Spielzeit auch ein Remis heraus. An Brett 7 hatte ich gegen Rainer Kell die Eröffnung ziemlich vergurkt (nach 9 Zügen hatte mein König mit meiner Dame die Plätze getauscht) und ich war froh, ohne Materialverlust ins Mittelspiel gekommen zu sein. Okay, mein König auf d1 konnte nicht mehr rochieren, aber eine direkte Gefahr drohte ihm (noch) nicht. Nach einem Bauerngewinn am Damenflügel bot ich aber aus Angst vor den offenen Linien das Remis an, was mein Gegner auch annahm. Es stand 1:1 - und vielleicht wurde hier der siegbringende halbe Punkt liegengelassen …

Souverän gewann dann Stefan kurz darauf an Brett 6 gegen Joachim Asmus, so dass wir um 21:30 Uhr mit 2:1 in Führung gingen. Ebenso souverän spielte aber auch Kalles Gegner Jan Harten an Brett 4. Kalle hielt noch bis kurz nach 22 Uhr durch, musste dann aber aufgeben, da entscheidender Materialverlust nicht mehr zu verhindern war. Ausgleich für Brunsbüttel zum 2:2.

Jetzt bewies Peter an Brett 8 gegen Manfred Eckhoff, dass er zu Recht aufgestellt worden ist. Wahrscheinlich war auch etwas Glück dabei, aber Peter opferte einen Springer und kurz darauf standen auf einmal zwei seiner schwarzen Bauern auf der 2. Reihe zur Umwandlung bereit. Nur einer konnte vom Brunsbütteler Kontrahenten geschlagen werden, der andere wandelte sich zur Dame um. Auf der 7. Reihe stand Peters Turm, so dass die verdoppelten weißen Türme keinen Schaden anrichten konnten. Peters Dame, Turm und Läufer sollten gegen zwei Türme und einen Läufer die Oberhand behalten. Nach gut 3 Stunden Spielzeit gingen wir wieder in Führung – 3:2.

Leider brachte Alexej seinen Läufer nicht weit genug zurück in Sicherheit. An Brett 3 wurde er von Dieter Muhlacks vorrückenden Bauern in die Enge getrieben und ging verloren. Das brachte in dieser bis dahin ziemlich ausgeglichenen Partie die Entscheidung zugunsten der Gastgeber – erneuter Ausgleich kurz vor 23 Uhr zum 3:3.

Jetzt spielten nur noch Alexey an Brett 2 gegen Hans-Ulrich Jürgensen und Jochen am Spitzenbrett gegen Axel Bittner. Beide Spiele gingen in die Verlängerung. Alexey verlor die Dame, aber kämpfte noch tapfer weiter. Jochen griff mit zwei Türmen und einem Läufer an und gewann erst einen, dann einen zweiten Bauern. Was die Beobachter schon lange erahnten, passierte erst kurz vor Mitternacht – Jochen gewann und Alexey verlor seine Partie.

Sehr spannend war’s und am Ende gab es mit dem 4:4 keinen Sieger. Nach meinem Empfinden war in der entspannten Atmosphäre am Ende aber auch keiner richtig unzufrieden. Es war ein gelungener Schachabend im Schulungsraum der Feuerwehr Brunsbüttel-Ort.

In der nächsten Runde empfangen wir am 31. März in der Mensa der Fehrsschule die Schachfreunde aus Büsum.

Peter Henke